Adventskalender Last Minute

Wenn man an einem Kinderfreien Wochenende ganz plötzlich Besuch von der Magen-Darm-Virus-Sau bekommt. Dann, ja dann, dann hat man die übelsten Gedanken. Ein kleiner Auszug davon.

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Die zwei Großen steigen ins Auto, das sie zur Oma kutschiert. Ich juble innerlich. Mir kullern dennoch die Tränen.

Ich rufe meinem Mann noch nach: “Maximal 30 km/h fahren, Schatz!”

Sehe ihnen mit Joel am Arm noch beim wegfahren zu, seufze kurz. Freue mich dennoch.

Irgendwie ist mir übel.

Schnell Grünzeug für die Weihnachtsdeko kaufen.

Wahnsinn wie schnell alles mit einem Kind klappt. Keine Zankereien darüber, wer die Türe aufmachen darf, wer schneller beim Auto ist, wer vorne sitzen darf, wer die alte Semmel (iiiiihh!) von der Rückbank essen darf.

Im Blumenladen fliegt nur eine Vase, statt fünf. Ich fang sie auf. Ich Superfrau.

Wieder zuhause. Essen für ein Kind machen. E I N  Gericht. Statt drei verschiedene. Die am Ende alle nicht gut genug sind. Herrlich.

Ich hab keinen Hunger. Irgendwie is mir übel.

Drei Kränze binden. So ganz nebenbei.

Anschließend so ganz nebenbei das Kind ins Bett bringen. Wie schnell das alles geht. Denken sich das Mütter von sechs Kindern, wenn sie mal nur drei Kinder haben, auch? Oder Mütter von zehn Kindern, wenn sie mal nur fünf Kinder haben?

Ich freue mich auf morgen, da befülle ich ganz gemütlich den Adventskalender der Kids.

Morgens: “Irgendwie ist mir nicht gut” Und schon läuft er Richtung Toilette, der Liebste. Mexikanisch kochen wir dann heute wohl nix. Ihhh, mir ist übel.

Von dem Rest der Seuche verschone ich euch.

Und so blickte ich also das ganze tolle, freie Wochenende auf ein kleines Häufchen Elend namens Ehemann, auf einen schlecht gelaunten Baby-Bär, der nicht so recht wusste, wie ihm geschieht. Und auf meinen Kotzeimer. Immerhin in Taupe gehalten, so passte er sich dem Interieur ein wenig an. Wie nett.

Die leeren Adventskalender-Säcke und die glitzernde Girlande mussten warten. Schön drapiert auf dem Tisch von Hay (ein PR-Sample und übrigens gerade im Sale!!), wo ich am Tag zuvor noch für den Blog fotografiert habe. Direkt vor meiner Nase stand er und erinnerte mich daran, wie ich mir das Wochenende eigentlich vorstellte. Auch die Einkäufe im Kühlschrank, die für das mexikanische Abendessen vorgesehen waren. Haferschleim ist auch voll ok. Haha!

Hach ja, oft kommt es anders. Und dennoch ist alles halb so schlimm. Denn einen Tag später war es zwar wieder viel lauter im Haus, dafür viel ruhiger im Badezimmer. Und viel glitzernder auf der Adventskalender-Leiter. Die zeig ich euch morgen.

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3 comments

  • Hi Anna,
    das ist ja wirklich gemein gewesen. Wie schön, dass es euch wieder besser geht und ihr das Beste aus dem Wochenende gemacht habt :o)
    Ich mag deinen Blog und deinen Bilder so so gerne.
    Ganz liebe Grüße
    Sabine

    • Liebe Sabine, wie schön hier von dir zu lesen. Vielen Dank für deine motivierenden Worte! Ja, wir haben es versucht 🙂 Herzliche Grüße, Anna

  • Hach Anna.

    Was ich so herauslesen kann, nimmst du es (jetzt:)) mit Humor.
    Guter Beitrag und gemütlicher Couch-Bereich⭐️

    Liebe Grüße aus Niederösterreich

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