Hello again | Hereinspaziert in unser neues Studio:

Von schwarzen Küchen, einer DIY-Kücheninsel aus marokkanischen Fliesen und Wasserrohren und einer ziemlich stinkenden Renovierungsphase.

Schwarze Küche mit DIY-Kücheninsel | apinchofstyle.com(Beitrag enthält unbeauftragte Werbung/Produkt-Verlinkungen.)

Wir haben geflucht. Und wir haben geschwitzt. Sehr viel. Von beidem. Denn in den beiden heißesten Wochen des Sommers startete bei uns das Projekt: Durchbruch/Renovierung/Neubau. Kurz erklärt: wir wohnen in einem Doppelhaus. Letzten Winter beschlossen wir, auch die zweite Hälfte dazu zu nehmen um oben etwas Privat-Fläche dazu zu gewinnen und aus dem Rest Studio- und Bürofläche zu machen. Im Juli war es soweit. Was wir vorher nicht wussten: das Haus befand sich in keinem guten Zustand. Die Bewohner, die zuvor darin hausten, hatten es mit der Reinlichkeit nicht ganz so genau genommen. Deren Hunde auch nicht. Das hieß für uns: nicht nur kleine Makel auszubessern, sondern eine richtig große Nummer daraus zu machen. Böden mussten teilweise entfernt und im ganzen Haus geschliffen werden. Auch im Bad waren einige Fliesen kaputt und mussten somit ausgetauscht werden. Das ganze Haus musste zur Gänze neu ausgemalt werden. Der Dämmstoff, der beim Durchbruch aus der Wand geholt wurde, tat dann noch den Rest. Und das alles bei Aussentemperaturen zwischen 33 und 38 Grad.

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Schwarze Küche mit DIY-Kücheninsel | apinchofstyle.comDer Gestank, der von den Vor-Bewohnern im Haus zurück blieb, verstärkte sich bei der Hitze nur noch. Es war also ein Staub-Hundeurin-Billigduftkerzen-Cocktail, von dem mir nur bei dem Gedanken daran, wieder kotzübel wird. Ich habe in der Renovierungszeit Wörter von mir gegeben, von denen ich gar nicht wusste, dass sie sich überhaupt in meinem Wortschatz befinden. Denn als wäre der Zustand des Hauses nicht schon genug gewesen, waren die Parkplätze vor dem Haus noch mit Müll belagert, den die Vor-Bewohner erst nach einigen hitzigen Wortwechseln abholten. Ich konnte mir zu dem Zeitpunkt nicht vorstellen, mich jemals in der neuen Haushälfte wohl fühlen zu können.

Schwarze Küche mit DIY-Kücheninsel | apinchofstyle.comAls die Renovierung abgeschlossen war, huschte eine professionelle Reinigungsfirma durchs Haus und entfernte mit viel Chemie alle Überbleibsel, die noch von den vorigen Bewohnern zu sehen waren. Der Gestank war zu diesem Zeitpunkt schon ein wenig von Bodenöl und frischer Farbe durchzogen. Hier zu arbeiten, geschweige denn in unserem neuen Schlafzimmer zu schlafen, konnte ich mir dennoch nicht vorstellen. Am nächsten Tag besuchte uns dann noch eine Freundin und bat mich, mir eine Stunde Zeit zu nehmen. Wir räucherten dabei das ganze Haus mit unglaublich gut riechendem Weihrauch und getrockneten Kräutern aus ihrem Garten. Und wir vertrieben damit all die schlechte Schwingungen, die durch die Vorbewohner, unseren Renovierungs-Groll und die unzähligen Streitgespräche herrschte. Das tat gut. Am nächsten Tag wurden die Möbel aufgebaut, das Bett frisch bezogen. Die Kinder wirbelten durch die Zimmer und mein Mann fing an, die wunderschöne Küche zu bauen. So ganz langsam, wurde das Haus zu dem unseren.

Schwarze Küche mit DIY-Kücheninsel | apinchofstyle.comFür die erste Nacht arbeitete ich erstmal mit zwei Gläsern Wein vor. Für den Fall, dass die bösen Schwingungen mich doch wach halten würden. Die hätte ich dann einfach ganz beschwipst ausgelacht. Sie kamen aber nicht zurück. Auch nicht die nächste Nacht. Nie wieder. Die waren fortgetrieben und trauten sich auch nicht wieder zurück. Immerhin haust hier nun jene Frau, deren Wortschatz so schmutzig ist wie die Böden der Vor-Bewohner.

Schwarze Küche mit DIY-Kücheninsel | apinchofstyle.comSchwarze Küche mit DIY-Kücheninsel | apinchofstyle.comJa und mein Mann – der zauberte. So wie er es immer macht, wenn er neue Möbel baut. Und dieses Mal entstand dabei eine schwarze Studio-Küche aus Korpussen und Fronten von Ikea, schwarzer Latex-Farbe an der Rückwand, einem Regal aus sägerauem Fichtenholz – schwarz lackiert – und einer Keramik-Arbeitsplatte von Strasser-Steine. Sie heißt “Pietra” und wir haben sie über den Tischler unseres Vertrauens bezogen. Waschbecken und Wasserhahn ist auch beides von Ikea.

Die Kücheninsel baute er auf Rollen, um sie bei größeren Produktionen auch mal beiseite schieben zu können. Sie besteht ganz grob beschrieben aus Holz, marokkanischen Fliesen und Wasserrohren. Soll ich ihn mal bezirzen, einen Bauplan für euch zu zeichnen?

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8 comments

  • oh wie wunderwunderschön liebe anna! ich habe heute morgen noch gedacht: wann kommt denn wohl dein post zur küche und dem studio.

    wie alles eas ihr macht: es sieht sensationell aus. richtig richtig toll.

    genießt eure 2. Hälfte.alles liebe

  • Wahnsinn! Wirklich toll geworden! Der Bauplan von Deinem Mann wäre toll, nur müsste das dann meiner umsetzen. Das könnte schwierig werden….. 😉
    Deine andere Küche ist ja ziemlich hell. Wenn Du Dich entscheiden müsstest: hell oder dunkel? 😊🙋🏼‍♀️

    • Habs schon bei ihm beauftragt. Und was die Ausführung betrifft: lass ihm Zeit, dann bekommt er das schon hin 😊 Privat würde ich mich wohl immer eher für die helle Variante entscheiden, da schwarz doch recht drückend ist. Aber vermutlich gibt es da auch Zwischenlösungen, die nicht ganz so hart wirken. Ein dunkles Grau könnte ich mir hingegen nämlich schon vorstellen. Herzliche Grüße!

  • Das ist wunderwunderhübsch geworden. Und ja – ein Bauplan wäre famos, da mir ein solches Projekt auch noch vorschwebt😍👌Liebe Grüße, Sandra

  • Liebe Anna- dein Mann hat echt Goldhände.
    In deinen Storys habe ich gesehen, dass ihr so tolle Barstühle in weiß habt. Könntest du mir ggf den Hersteller verraten?
    Liebsten Dank und Herzlichen Glückwunsch zu solch einer tollen Hausprojekt!!!

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